Astronomische Vereinigung Lilienthal e.V.

Info zum Vortrag am Dienstag, 06.09.2016, 19:30 Uhr

Der Tanz der Schwarzen Löcher
und die Messung von Gravitationswellen



Im Weltall kreisen Objekte umeinander. Wenn diese Himmelskörper Schwarze Löcher sind, dann kommen sie gegebenenfalls einander näher und verschmelzen miteinander. Dabei geben sie Schwerkraftwellen ab, die die Raumzeit verbiegen, hier auf der Erde um den sehr kleinen Betrag von 10-21 m: das ist von einem Milliardstel Meter ein Milliardstel Teil und davon noch einmal der tausendste Teil.
Kann man eine solche Längenänderung messen? Inzwischen kann man das, aber die Wissenschaft brauchte 100 Jahre, um das hinzubekommen. Nachdem Albert Einstein 1916 die Existenz von Gravitationswellen vorausgesagt hatte, wurde durch die Messungen des Advanced LIGO-Projekts die Allgemeine Relativitätstheorie ein weiteres Mal großartig bestätigt. Einstein hatte diese Messung übrigens für undurchführbar gehalten. Da irrte er sich, bezüglich der Gravitationswellen nicht!
Zu dem Messerfolg trug auch wesentlich eine Forschergruppe aus Hannover bei, die in der Nähe Hildesheims ein Gravitationsmessgerät betreibt und mit speziellen Tricks die Genauigkeit enorm steigerte.

Über diese Messungen und die Erscheinungen, die damit zusammenhängen, berichtet Dr. Gert Traupe (AVL, Arbeitsgruppe Astrophysik) am 12. September im Vereinsheim der AVL in Wührden um 19.30 Uhr.

Text: Dr. Gert Traupe (AVL)