M31 - die Andromedagalaxie

M31
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M31 - die Andromedagalaxie


Die Andromedagalaxie M 31, oft auch Andromedanebel genannt, gehört zu den bekanntesten Himmelsobjekten. Es handelt sich dabei um die von unserer Milchstraße aus gesehen nächste große Spiralgalaxie, die sich momentan in einer Entfernung von 2,5 Millionen Lichtjahren von uns befindet. Neuere Simulationsrechnungen haben ergeben, dass sich unsere Milchstraße und die Andromedagalaxie allmählich einander annähern und sich in ca. 4 Milliarden Jahren gegenseitig durchdringen werden. Obwohl derzeit also noch weit entfernt, ist aber die scheinbare Ausdehnung der Andromedagalaxie am Himmel bereits so groß, dass die Vollmondscheibe bequem mehr als zwölfmal darin Platz fände.
 
So hell das Objekt in seiner Gesamtheit auch ist, so schwierig ist es unter den Bedingungen eines durch künstliche Beleuchtung oder Mondlicht aufgehellten Himmels zu beobachten. Unter einem dunklen Landhimmel in einer mondlosen Nacht gelingt die Sichtung allerdings schon mit dem unbewaffneten Auge. Die ersten überlieferten Sichtungen der Andromedagalaxie datieren entsprechend bereits aus dem 10. Jahrhundert. Dessen ungeachtet gehört M 31 zu denjenigen Objekten, bei denen der Unterschied zwischen einer fotografischen Aufnahme und dem visuellen Eindruck bei der Beobachtung durch ein Teleskop extrem stark ausfällt. Wer die Andromedagalaxie zum ersten Mal durch ein Fernrohr betrachtet, ist meistens enttäuscht darüber, wie wenig außer einem diffusen Leuchten zu erkennen ist.
 
Jürgen Beisser hat die Andromedagalaxie von Lilienthal-Seebergen aus mit einem Linsenfernrohr von 85 mm Durchmesser und 450 mm Brennweite über vier Nächte hinweg fotografiert. Für die Aufnahmen wurde eine gekühlte CCD-Kamera verwendet. Die ersten Belichtungen erfolgten im November 2016, im Oktober 2017 konnte das Projekt abgeschlossen werden. Das hier gezeigte Ergebnis ist ein aus zwei Teilen zusammengefügtes Mosaik. Diese Mosaik-Arbeitsweise wurde gewählt, da M 31 nicht vollständig in das Bildfeld der Kamera gepasst hätte. Außer dem Hauptobjekt sieht man auf dem Foto noch die beiden elliptischen Begleitergalaxien M 32 und NGC 205. In M 31 selbst sind zahlreiche bläulich leuchtende Sternhaufen und bereits einzelne Riesensterne zu erkennen, daneben rot leuchtende Gasnebel, bräunliche Dunkelwolken und etliche Kugelsternhaufen. Letztere sehen wie Vordergrundsterne aus unserer Milchstraße aus, können aber anhand von Katalogdaten als Kugelsternhaufen identifiziert werden.

© Foto und Text: Dr. Jürgen Beisser (AVL)