Astronomische Vereinigung Lilienthal e.V.

Warum die Dunkle Energie eine Fata Morgana sein könnte.

 

von Dr. Peter Steffen (AVL)
Überarbeitete Fassung vom 1. 8. 2014

Übersicht:

Die Notwendigkeit der Existenz einer Dunklen Energie, die das Universum seit geraumer Zeit beschleunigt auseinandertreiben soll, basiert auf  Messungen der kosmischen Rotverschiebung von weit entfernten Supernovae, die im Rahmen des "Sloan Digital Sky Survey" - Projekts durchgeführt wurden. Das daraus abgeleitete Hubble-Diagramm deutet auf eine schon länger andauernde Beschleunigung der Expansion des Universums hin.

Im Gegensatz dazu wird in diesem Beitrag gezeigt, dass die Messwerte, die nahezu dem Diagrammverlauf eines leeren Universums entsprechen, auch ein Universum beschreiben können, das gemäß den klassischen Friedmann-Modellen abgebremst expandiert. Dies trifft dann zu, wenn man die kosmische Rotverschiebung nicht allein dem Hubble-Gesetz zuschreibt, sondern zusätzlich einem weiteren Anteil, der durch die expansionsbedingte stetige Abnahme der Gravitationsdichte des Weltalls im Laufe der Jahrmilliarden verursacht wird. Die Rechnungen zeigen dann allerdings, dass die Lichtgeschwindigkeit auf kosmischen Skalen zeitlich veränderlich sein muss und nicht, wie bisher angenommen, absolut konstant sein kann. Dies widerspricht keineswegs der speziellen Relativitätstheorie, die die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit nur für Inertialsysteme fordert.

    Damit erübrigt sich eine Dunkle Energie, um das aus den Messwerten abgeleitete Rotverschiebungs-Entfernungs-Diagramm zu erklären.

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