An den Rändern des Einstein’schen Universums: überlichtschnelle Teilchen, Zeitreisen und andere Verrücktheiten
Ort: AVL-Vereinsheim, Wührden
Referent: Carsten Busch
Datum: Freitag, den 11. Juni 2027, ab 19:30 Uhr
Ort: AVL-Vereinsheim, Wührden
Zeit: um 19:30 Uhr
Die Spezielle Relativitätstheorie erlaubt keine Geschwindigkeit, die größer als die des Lichts ist – so zumindest der Glaube der meisten Physiker seit 1905. In den 1960er Jahren stellten Physiker jedoch fest, dass Teilchen mit einer Geschwindigkeit größer als die Lichtgeschwindigkeit unter bestimmten Umständen theoretisch doch möglich sind.
Die Eigenschaften dieser hypothetischen Teilchen, „Tachyonen“ genannt, wären allerdings ziemlich verrückt (die künstliche Darstellung versucht das zu verdeutlichen): Sie gewinnen Energie, wenn sie langsamer werden, sie haben eine imaginäre (?) Masse und je schneller man sie verfolgt, desto schneller entfernen sie sich. Und am verrücktesten: Mit ihnen könnte man Botschaften in die Vergangenheit schicken. Hier ergeben sich viele Arten von Paradoxien und logischen Rätseln.
Allerdings: Die Möglichkeit der Zeitreise – sowohl in die Zukunft als auch in die Vergangenheit – liegt auch in anderen theoretischen Gefilden des Einstein’schen Universums verborgen. Dies fand der exzentrische Mathematiker Kurt Gödel Ende der 1940er Jahre zum Erschrecken seines Freundes Einstein heraus. Carsten Busch wird uns daher mal wieder auf einen spannenden Vortrag mitnehmen, bei dem Astrophysiker, Historiker und allgemein Astronomie-Interessierte sicherlich auf ihre Kosten kommen werden.
Text: Carsten Busch, Arbeitsgemeinschaft für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik, Hamburg
Bild: KI-generierte Illustration, erstellt mit OpenAI ChatGPT (2026), frei nutzbar