Bundesweiter Astronomietag 2020: Venus, Mond und die sieben Schwestern

Bundesweiter Astronomietag 2020: Venus, Mond und die sieben Schwestern

Ort: AVL-Sternwarte

Wir laden Sie herzlich zum Bundesweiten "Tag der Astronomie 2020: Venus, Mond und die sieben Schwestern" ein.
Teilnahme kostenlos

Abbildung: Die Plejaden – das Siebengestirn – mit seinen blauen Reflexionsnebeln
Abbildung: Die Plejaden – das Siebengestirn – mit seinen blauen Reflexionsnebeln

Jedes Jahr ruft die Vereinigung der Sternfreunde e.V. (https://www.vds-astro.de) zum bundesweiten Astronomietag auf, der jedes Mal unter einem anderen Motto steht. Dieses Mal wird das Thema Venus, Mond und die sieben Schwestern sein. Das bedeutet, es werden zwei helle Objekte den Blick am Abendhimmel auf sich ziehen, die über dem südwestlichen Horizont erscheinen werden. Das wird zum einen die schmale Sichel des zunehmenden Mondes sein und zum anderen direkt darüber der „Abendstern“ Venus. Zusätzlich kann man an gleicher Stelle den Sternhaufen der Plejaden erkennen, der auch als Siebengestirn oder sieben Schwestern bekannt ist. Die hellsten Sterne der Plejaden sind nach Gestalten der griechischen Mythologie benannt, dem Titanen Atlas, seiner Frau Pleione sowie ihren sieben Töchtern Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maia, Merope und Taygete. Die Plejaden, die als Nymphen einzuordnen sind, erzogen Dionysos und Zeus. Der Mythologie nach wurden sie von Orion verfolgt. Zeus versetzte sie als Sternbild an den Himmel, doch auch dort werden sie noch immer von Orion verfolgt, dessen Sternbild sich etwa 30° südöstlich der Plejaden befindet.

Im Übrigen ist auch der Planet Venus an diesem Abend als kleiner Halbmond erkennbar, wenn man ihn durch ein Teleskop betrachten sollte. Und genau dies wollen wir bei der AVL auch wieder allen Teilnehmern ermöglichen, wenn das Wetter es zulassen sollte. Neben der AVL-Sternwarte werden auch einige AVL-Mitglieder ihre Teleskope für die Beobachtung der Himmelsobjekte zur Verfügung stellen. Alternativ bzw. als Parallelprogramm wird wieder ein Vortrag zum Thema angeboten werden, so dass sich das Kommen auf jeden Fall lohnen sollte.

Mond und Venus halten sich im März im Sternbild Stier auf. Sein hellster Stern – ein Stück links vom Mond – heißt Aldebaran. Er leuchtet rötlich und deutet das blutunterlaufene Auge des Tieres an. Der Stier ist ein typisches Wintersternbild, das im Frühjahr abends zeitig untergeht. Im Süden funkeln weitere Sternbilder: Orion, der Himmelsjäger mit seiner markanten Figur aus sieben Sternen, links darunter fällt Sirius auf, der hellste Stern am Himmel und Hauptstern des Sternbildes Großer Hund. Über dem Orion stehen die Zwillinge und der Fuhrmann hoch am Himmel. Links der Zwillinge geht das blasse Sternbild Krebs am aufgehellten Himmel meist unter. Dann kommt wieder ein heller Stern: Regulus, der Hauptstern des Löwen. Unter Krebs und Löwe sind nicht viele Sterne zu sehen. Einer fällt doch auf: Alphard, der hellste Stern der Wasserschlange. Sein Name bedeutet übersetzt nicht zufällig „der Einsame“.

Am 28. März laden daher Sternwarten und Astronomie-Vereine in ganz Deutschland dazu ein die Welt der Sterne mit den eigenen Augen zu erkunden. Passend zum Astronomietag ruft der „World Wide Fund For Nature“ (WWF) dazu am Abend von 20:30 bis 21:30 Uhr zur „Earth Hour“ (https://www.wwf.de/earthhour/) auf. Sinn ist es, einfach mal für eine Stunde das Licht auszulassen, dabei Strom zu sparen, die Umwelt zu schonen und als Dank die Sterne zu sehen.

Text und Bild: Dr. Kai-Oliver Detken

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