Die partielle Sonnenfinsternis am 20. März 2015

Die partielle Sonnenfinsternis am 20. März 2015

Eine Sonnenfinsternis ist immer ein besonderes astronomisches Ereignis, vor allem, wenn sie hier bei uns in Deutschland stattfindet. Am 20. März 2015 war es wieder so weit. Der Neumond bedeckte die Sonne zwar nur zu 79,5%, aber selbst bei diesem hohen Deckungsgrad war eine deutliche Verdunkelung des Himmels erkennbar. Die totale Finsternis fand im hohen Norden statt, rund 800 km entfernt im Nordatlantik und erstreckte sich von den Färöerinseln bis nach Spitzbergen in Norwegen.
Die Wettervorhersage für den Vormittag des 20. März 2015 war für Norddeutschland nicht vielversprechend. Am frühen Morgen sollten Wolken aus nordwestlicher Richtung die Beobachtung der verdunkelnden Sonne vereiteln. In südlicher Richtung ab Kassel oder Fulda war ein Bedeckungsgrad von deutlich unter 100 % vorausgesagt worden.
Am Morgen des 20. März 2015 zeigte das Satellitenbild auf wetteronline.de an, dass sich die geschlossene Wolkendecke langsam nach Süden bewegt und die Sonnenfinsternis im Raum Bremen höchstwahrscheinlich nicht zu beobachten sein würde. So entschloss ich mich recht kurzfristig, und zwar erst zum Zeitpunkt des ersten Kontaktes, nach Walsrode zu fahren, um das Schauspiel nicht nur visuell, sondern auch fotografisch festzuhalten. Entgegen der Vorhersage war es schon rund 60 km südlich von Bremen wolkenfrei.
Am Parkplatz der Autobahnmeisterei in Walsrode hatten sich rund 20 Sonnenfinsternis-Beobachter versammelt, die dort mit Fernglas, Teleskop und Kamera das Schauspiel miterleben konnten. Erst gegen Ende der Finsternis zog der Himmel zu, sodass ich den Moment der höchsten Bedeckung um 10:43 Uhr mit der Kamera festhalten konnte.
Die nächste Sonnenfinsternis wird bei uns am 10. Juni 2021 zu sehen sein, dann aber nur mit einer Bedeckung zu 17%. Erst 2026 wird der Bedeckungsgrad wieder höher sein (86,1%).

 

Die Aufnahmedaten:
Canon 7D mit Tamron 150-600 Di VC USD bei f=500mm und Sonnenfilter. Blende 7,1 mit 1/4000s bei ISO 100.
 

© Foto und Text: Jürgen Ruddek (AVL)

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