Der Referent Felix Widera widmet sich der Astrofotografie direkt vor der eigenen Haustür und zeigt, welche faszinierenden Motive sich ohne große Reisen einfangen lassen. Von eindrucksvollen Sonnenaufnahmen mit sichtbaren Sonnenflecken, seltenen ISS-Transits und partiellen Finsternissen bis hin zu detailreichen Mondbildern in ungewöhnlichen Farben spannt sich der Bogen über den Tag hinaus in die Nacht.
Amateurastronomie – vielleicht eines der letzten großen Abenteuer
Ort: AVL-Vereinsheim, Wührden
Die Amateurastronomie hat sich in den vergangenen Jahren enorm verändert. Durch Entwicklungen der Technik sind heute Möglichkeiten gegeben, die vor einigen Jahrzehnten unmöglich erschienen. In allen Bereichen der Astronomie hat es diese Veränderungen gegeben.
Besuch der Astrofarm Hakos in Namibia – Milchstraßenbeobachtung unter besten Bedingungen
Ort: AVL-Vereinsheim, Wührden
Namibia bietet neben einer interessanten Tierwelt einen imposanten Sternenhimmel. Die Milchstraße ist dort so unverfälscht zu sehen, dass man Strukturen, Staubbänder und Nebel mit dem bloßen Auge erkennen kann. Da so ein Himmel in Europa nicht mehr existiert, lockt das immer mehr Hobby-Astronomen in das Land, wodurch einige Astrofarmen entstanden sind. Hakos ist eine davon und gehört mit zu den ersten Farmen, die den Sternenhimmel als Touristenattraktion für sich entdeckt haben.
Das Vera-C.-Rubin-Observatorium – der Himmel im Zeitraffer
Ort: AVL-Vereinsheim, Wührden
Auf einem Berg in den chilenischen Anden hat ein außergewöhnliches neues Teleskop seine Arbeit aufgenommen: das Vera-C.-Rubin-Observatorium. Mit seinem 8,4-Meter-Teleskop, einer Digitalkamera mit 3,2 Milliarden Pixeln und einem riesigen Gesichtsfeld soll es den südlichen Sternenhimmel über einen Zeitraum von zehn Jahren immer wieder fotografieren. Dabei entsteht gewissermaßen ein Film des Universums, in dem Veränderungen sichtbar werden, die anderen Beobachtungsprogrammen leicht entgehen.
Bundesweiter Astronomietag – der Mond beim Siebengestirn und das Planetenduo Mars mit Jupiter
Ort: Telescopium, Lilienthal
Am Astronomietag bieten Sternwarten, Vereine, Planetarien, Forschungsinstitute und Amateur-Astronomen zahlreiche Aktivitäten, damit jeder einmal den Sternhimmel live erleben kann – zentral koordiniert von der Vereinigung der Sternfreunde e.V. Auch die AVL wird wieder an diesem Event teilnehmen. Auch in diesem Jahr wird die Veranstaltung am historischen Telescopium in Lilienthal stattfinden.
Faszination Polarlichter – Reise nach Lappland, Finnland
Ort: AVL-Vereinsheim, Wührden
Im Februar 2026 reiste die Referentin Andrea Sittig-Kramer in den finnischen Teil von Lappland, um einmal mehr Polarlichter zu beobachten und zu fotografieren. Da sie dieses schon mehrfach gemacht und bei der AVL in Vorträgen eindrucksvoll demonstriert hat, wird man sich bei dem Vortrag auf tolle neue Bilder freuen dürfen.
Ordnung im Sonnensystem – die Titius-Bode-Reihe und einige ihrer Folgen
Ort: AVL-Vereinsheim, Wührden
Wer hat sich nicht schon gewundert, warum das Sonnensystem gerade so aussieht, wie wir es derzeit beobachten: warum nur acht Planeten, warum umkreisen sie gerade auf diesen Bahnen die Sonne, warum gibt es zwischen Mars und Jupiter einen Asteroidengürtel? Schon vor 300 Jahren haben sich einzelne Forscher diese Fragen gestellt, nachgedacht und mitunter verblüffende Beziehungen gefunden, die sie aber nicht verstanden, die wir bis heute nicht verstehen…
Als es in den 60er Jahren erstmals gelang, die optischen Gegenstücke zu einigen kosmischen Radioquellen zu identifizieren, fand man darunter auch solche, die punktförmig, also gerade so wie Sterne, erschienen. Diese Eigenschaft gab diesen Objekten ihren Namen: Quasare, abgeleitet von quasi stellar.
An den Rändern des Einstein’schen Universums: überlichtschnelle Teilchen, Zeitreisen und andere Verrücktheiten
Ort: AVL-Vereinsheim, Wührden
Die Spezielle Relativitätstheorie erlaubt keine Geschwindigkeit, die größer als die des Lichts ist – so zumindest der Glauben der meisten Physiker seit 1905. In den 1960er Jahren stellten Physiker jedoch fest, dass Teilchen mit einer Geschwindigkeit größer als die Lichtgeschwindigkeit unter bestimmten Umständen theoretisch doch möglich sind.
Nach längerer Abstinenz ist an dieser Stelle mal wieder mal ein Bild unseres Nachbartrabanten zu sehen, welches Ende September dieses Jahres aufgenommen wurde. Dabei wurde die südwestliche Region der Mondoberfläche bei einer Mondphase von 96,4% ausgewählt. Die Aufnahme diente eigentlich nur zur Fokussierung des Teleskops, um danach auf den Saturn zu schwenken, der am 04. Oktober seine Opposition hatte. Ausgewählt wurde dann aber in der AVL-Fotogruppe diese Mondoberfläche, die u.a. die Krater Grimaldi, Sirsalis, Crüger und Darwin sowie diverse Rillensysteme zeigt.
Nacht der Teleskope, so nennen wir bei der AVL seit ihrem Bestehen eine Veranstaltung für die Öffentlichkeit, bei der wir zur Beobachtung des Nachthimmels einladen. Dabei sollen gezielt interessierte Menschen zu uns kommen, die von uns über alle möglichen Themen der Astronomie informiert werden. Wie es der Name schon sagt, sollen die Besucher durch unsere Teleskope schauen, um selber einmal erfahren zu können, wie und was die verschiedenen Optiken leisten. Begeisterung und Enttäuschung gehen dabei Hand in Hand. Denn die Vorstellungen der Menschen sind äußerst unterschiedlich, wenn es um Beobachtungen von Objekten des Kosmos geht.
Sonnen- und Mondfinsternisse werden schon lange vorausberechnet und in allen Einzelheiten auf verschiedenen Plattformen veröffentlicht. Oft sind es Zahlen und Grafiken, mit denen man sich ein Bild vom kommenden Geschehen machen kann. Wobei wir aus den Erfahrungen der vormaligen Ereignisse dieser Art schöpfen können und uns auf die verschiedene Unwegsamkeit vorbereiten können. Bedeckter Himmel, vielleicht sogar Regen – alles Dinge, die wir kennen und die wir im Kalkül haben. Am 12. August 2026 sollte um 19:14 Uhr, etwa eine gute Stunde vor Sonnenuntergang, der Mond seinen ersten Kontakt mit der „Sonnenscheibe“ haben.
Die Norddeutsche Tagung der Planetenfotografen (NTP) ist eine renommierte, überregionale Fachveranstaltung für Amateurastronomen und Astrofotografen. Sie richtet sich an alle Interessierten – vom Anfänger bis zum Profi –, die sich mit Aufnahmetechniken und der Bildbearbeitung von Mond-, Sonnen- und Planetenvideos beschäftigen. Auch dieses Jahr gab es am 04. Juli wieder eine interessante Vortragsreihe. Schwerpunkt war das Tool LuckyStackWorker von Wilco Kasteleijn, der neben einem Vortrag auch einen Workshop mit anbot.
04.07.2026 09:16
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